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Netzwerkkonfiguration unter UNIX (Linux)Zunächst muß die Netzwerkkarte vom Betriebssystemkernel erkannt werden. Angenommen, die eigene IP-Adresse lautet 134.169.136.253, und die Netzwerkkarte wurde als Interface eth0 erkannt. Dann sollten die drei Zeilen
root@erde:~ # ifconfig eth0 134.169.168.253 netmask 255.255.254.0 broadcast 134.169.169.255 ausreichen, um den Netzwerkzugriff zu erhalten. Praktischerweise werden diese Zeilen in einem der Boot-Startup-Skripte untergebracht. Abhängig von der vorliegenden UNIX-Version müssen noch die Dateien /etc/hosts, /etc/host.conf und /etc/resolv.conf angepaßt werden, um fremde Rechner auch über Namen und nicht nur über IP-Adressen ansprechen zu können. So sollte das zum Beispiel aussehen:
# /etc/hosts 127.0.0.1 localhost 134.169.168.253 erde.schunter.etc.tu-bs.de erde # end of /etc/hosts # /etc/host.conf order hosts bind multi on # end of /etc/host.conf # /etc/resolv.conf search schunter.etc.tu-bs.de tu-bs.de nameserver 134.169.168.1 # end of /etc/resolv.conf Der Vollständigkeit halber: Ein Loopback-Device muß ebenfalls konfiguriert sein. Bei den meisten UNIX-Systemen sollte dieser Vorgang aber bereits in der Standardinstallation integriert sein. Ansonsten helfen die Manual-Pages zu ifconfig(8) und route(8) weiter. Bei aktuellen Linux-Distributionen vereinfacht sich noch einiges. Kernel mit den notwendigen eincompilierten Treibern sind meist vorhanden. Falls die Netzwerkkarte dennoch nicht gefunden wird, kann mit dem Bootparameter ether bzw. mit den jeweiligen Modul-Parametern nachgeholfen werden (siehe Handbuch der Distribution). Die Interface- und Routingkonfiguration sowie die DNS-Einstellungen werden von den Administrations- und Installationswerkzeugen (z.B. YaST von S.u.S.E) weitestgehend automatisch vorgenommen. Falls Probleme auftauchen, sollte die umfangreiche Dokumentation von Linux so ziemlich alle Fragen beantworten. Wenn das zur Distribution gehörige Handbuch nicht reicht, sind die Linux-HOWTOs die nächste Anlaufstelle. Bei jeder guten Distribution liegen diese Dokumente nach der Installation irgendwo unter /usr/doc. |
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